Der Konflikt um das Herzogtum Schleswig Anfang des 15. Jahrhunderts soll mit einer dreitägigen Fachtagung vom 2. bis zum 4. Juli 2024 im Landesarchiv im Prinzenpalais in Schleswig intensiv beleuchtet werden. Zusammen mit der Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität ist es das Ziel, den Vorgängen zwischen 1404 bis 1435 den Platz in der Geschichte zu geben, den sie verdienen. Bisher stehen oft vor allem die Ereignisse um den hansisch-dänischen Konflikt im Vordergrund. Der war jedoch vor allem eine der Folgen des Streites um Schleswig.

Die Geschichte: Im Sommer 1426 belagerte der dänische König Erik VII. die Burg Gottorf. Diese Belagerung war der erste Höhepunkt um den schon 1404 entbrannten Kampf um die Macht in Herzogtum Schleswig. Das beanspruchten die holsteinischen Grafen als ihr legitimes Erbe. Auch der dänische König Erik VII. (*1382/1412-1439/1459†) auch noch Herrscher in der Kalmarer Union wollte Schleswig zum Teil seines Königreiches Dänemark machen. Der Konflikt war in den Augen heutiger Historiker ein Wendepunkt für die Geschichte Schleswig und Holsteins und die Nordeuropas. Erik der VII. scheiterte am Ende, wurde 1439 abgesetzt, die Kalmarer Union zerfiel und die Hanse stieg auf. Als Folge wurden auch das Herzogtum Schleswig und die Grafschaft Holstein gestärkt.

Damit ist das Thema für die öffentliche Fachtagung von Dienstag 2. Juli bis Donnerstag 4. Juli im Landesarchiv in Schleswig abgesteckt. Veranstalter sind Professor Dr. Oliver Auge und Dr. Stefan Magnussen von der Abteilung Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Leiter des Landesarchivs Schleswig-Holstein Professor Dr. Dr. Rainer Hering.

Zwei Sektionen am Dienstag parallel und je eine am Mittwoch und Donnerstag sind vorgesehen. Das gesamte Programm ist unter www.histosem.uni-kiel.de/go/schleswig2024 zu finden. Anmeldungen sind bis 1. Juli 2024 über die eMail smagnussen@email.uni-kiel.de möglich.

Abbildung: kolorierte Darstellung des Schlosses Gottorf bei Braun und Hogenberg (Quelle: Universitätsbibliothek Heidelberg)

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