Historisk Samfund for Sønderjylland und die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte erinnern am 12. September 2026 auf den Tag 100 Jahre nach deren Beschluss an die „Bohmstedter Richtlinien“. Wie 1926 beginnt der Tag mit einer Führung durch die Drelsdorfer Kirche (14 Uhr), nach einer Kaffeetafel im Drelsdörper Krog werden dort (16 Uhr) Professor Thomas Steensen und Professor Jørgen Kühl einmal die Geschichte dieses Beschlusses des Nordfriesischen Vereins und dessen Auswirkungen auch über Nordfriesland hinaus vorstellen. Das Grußwort wird Landtagspräsidentin Kristina Herbst als Vorsitzende des Friesengremiums des Landtages sprechen.
Die Geschichte: Am 12. September 1926 beschloss der Nordfriesische Verein die „Bohmstedter Richtlinien“. Sie legten fest: die Nordfriesen sind deutschgesinnt und wollen nicht als nationale Minderheit betrachtet werden. Nationale Minderheit ja oder nein war seit 1925 die „friesische Frage“ auf dem ersten Europäischen Nationalitätenkongresses 1925 in Genf. Hinter dem Bekenntnis zum Deutschtum stand die Angst, gäbe es im Grenzland noch eine nationale Minderheit, könnte das die ersehnte Grenzrevision der Abstimmung von 1920 gefährden. Drahtzieher Pastor Johannes Schmidt-Wodder, der Folketingsabgeordnete der deutschen Minderheit in Dänemark. Seine Ideen setzte der Tatinger Pastor Rudolf Muuß um. Schließlich wurden die „Bohmstedter Richtlinien“ vom „Nordfriesischen Verein“ eher zögernd abgesegnet. In einer Umfrage unterschrieben dann über 13.000 Nordfriesen, deutsch zu sein. Da der „Friesische-schleswigsche Verein“ vehement um die Anerkennung als nationale Minderheit gekämpft hatte, begann mit den „Bohmstedter Richtlinien“ ein über Jahrzehnte währender Streit zwischen den sogenannten „Teuto- und den Danofriesen“. Historisk Samfund for Sønderjylland und die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte laden nach Drelsdorf ein. Die Teilnahme ist kostenlos, es wir gebeten, sich anzumelden unter
https://geschichte-s-h.de/gshg/veranstaltungen/100-jahre-bohmstedter-richtlinien/