12.09.2026
Exkursion
Am 12. September 1926 beschloss der Nordfriesische Verein die „Bohmstedter Richtlinien“. Sie legten fest, die Nordfriesen sind deutschgesinnt und wollen nicht als nationale Minderheit betrachtet werden. Nationale Minderheit Ja oder Nein war seit 1925 die „friesische Frage“ auf dem ersten Europäischen Nationalitätenkongresses 1925 in Genf. Hinter dem Bekenntnis zum Deutschtum steht eine spannende Geschichte. Sie spaltete die Nordfriesen über Jahrzehnte in „Teuto- und Danofriesen“.
Auf den Tag 100 Jahre später wollen Historisk Samfund for Sønderjylland und die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (GSHG) an diese für die Nordfriesen schicksalhaften Richtlinien erinnern. Wie 1926 beginnt es am 12. September 2026 um 14 Uhr mit einer Führung durch die Kirche von Drelsdorf (Aquis submersus). 15 Uhr sind die Teilnehmer wenige Schritte weiter in den „Drelsdörper Krog“ zur Kaffeetafel eingeladen. Um 16 Uhr beginnt dann der Vortragsteil. Professor Dr. Thomas Steensen stellt die Vorgeschichte und die Auswirkungen der „Bohmstedter Richtlinien“ von. Im Anschluss reflektieren die Vorsitzende der Friisk Foriining Marie Hahn und der Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins Ingwer Oldsen im Gespräch mit Jørgen Kühl und Werner Junge, wie die Spaltung der Friesen durch die Bohmstedter Richtlinien schließlich überwunden werden konnten. Das Grußwort für das Friesengremium des Landtages wird die stellvertretene Landtagspräsidentin Jette Waldinger-Thiering halten.
HSS und GSHG laden zu dieser Veranstaltung ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird gebeten sich hier digital anzumelden.