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Höfesterben

Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte die Zahl der Landstellen (Höfe) 1949 mit über 54.000 in Schleswig-Holstein ihren Höchststand. Im Zuge des Strukturwandels in der Landwirtschaft begann besonders von den 1960er Jahren an das „Höfesterben“, wie es der Bauernverband nennt. Das statistische Jahrbuch 2000 nennt für 1999 noch eine Zahl von gut 20.000 so genannten „Vollerwerbsbetrieben“. Die bewirtschafteten im Durchschnitt 50 Hektar. Trotz dieser im Gegensatz zu vielen Bereichen in Süddeutschland guten Struktur für Familienbetriebe, ging die Konzentration in Schleswig-Holstein weiter. Statistik-Nord hat für 2020 noch 12.200 Betrieben gezählt. Die Höfe sind inzwischen im Mittel 81 Hektar groß. Der Anteil der landwirtschaftlichen genutzten Flächen hat in den vergangenen Jahren nur geringfügig abgenommen.  Von den 1,57 Millionen Hektar Landesfläche wurden 2020  983.000 Hektar  landwirtschaftlich genutzt.

-rgsh-(0201/0721)

Quelle: Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Herausgeber), Schleswig-Holstein Lexikon, 2. erweiterte und verbesserte Auflage, 2006, Neumünster, Wachholtz-Verlag, ISBN 13: 9-783529-02441-2; Statistisches Landesamt (2000); Statistik-Nord (2021)