Lange Zeit standen die Fürstinnen Schleswig-Holsteins ganz und gar im Schatten ihrer männlichen Standesvertreter. Erst in jüngerer Zeit gerieten auch die fürstlichen Frauen, Mütter, Töchter im Gefolge eines neu erwachsenen Interesses an Frauen- und Geschlechter- sowie zu einer neuen Kulturgeschichte verstärkt in den Blick. Der ist auch Thema des neuen Buches mit dem Titel „Fürstinnen in Schleswig-Holstein – Handlungsspielräume im Spannungsfeld zwischen Dynastie, Familie und Individium“. Der Band mit Oliver Auge, Uta Kuhl und Jan Ocker als Herausgebern wird vom Universitätsverlag Kiel verlegt und am 17. Juli 2024, 18 Uhr, im Topfhaus des alten Botanischen Gartens in Kiel im Schwanenweg 11 vorgestellt. Der vorliegende Band vereint nun für Schleswig-Holstein erstmalig eine zeitlich und thematisch breit angelegte wissenschaftliche Annäherung an die Fürstinnen der Lande in Mittelalter und Früher Neuzeit. 17 Beiträge bieten zwischen Regional-, Kunst- und Architektur- sowie Musikgeschichte neueste Erkenntnisse den spannenden Frauenschicksalen und den jeweiligen Lebensumständen und schaffen damit eine solide neue Basis für weitergehende Untersuchungen. Die Beiträge gingen aus einer Tagung hervor, die im Januar 2022 von der Kieler Abteilung für Regionalgeschichte in Kooperation mit der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf durchgeführt wurde. Sie erscheinen in der neuen wissenschaftlichen Publikationsreihe „Regionalgeschichte heute“.

Bild: Ausschnitt aus Jürgen Ovens, Maria von Sachsen mit ihren Söhnen, 1646, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Inv.-NR. 1986/2067