Nach umfassender Sanierung freut sich die Stiftung Gottorf, die Gottorfer Galerie der Moderne mit der Sammlung der Stiftung Rolf und Bettina Horn in neuem Licht präsentieren zu können. Die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist in völlig neu konzipierter Hängung und erweitert um bedeutende Neuerwerbungen vom 3. Juli 2026 an zu sehen. Die Sammlung kann auf der Museumsinsel jeweils Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden
Die Sammlung Rolf und Bettina Horn auf Schloss Gottorf gehört zu jenen seltenen Konstellationen, in denen private Leidenschaft und institutionelle Weitsicht über Jahrzehnte hinweg eine gemeinsame Form gefunden haben. Seit 1988 ist sie auf der Gottorfer Museumsinsel zuhause, seit 1995 in einem eigenen Gebäude, das aus einem Militärstall des 19. Jahrhunderts hervorging und von Rolf Horn nach Plänen des Architekten Jörg Steiner zu einem modernen Museumsgebäude umgestaltet wurde. Aus Pferdeboxen wurden „White Cubes“, aus militärischer Disziplin ein offener Denkraum. Nach fast drei Jahrzehnten intensiver Nutzung wurde das Gebäude umfassend saniert. Während die Sammlung zwei Jahre lang auf Reisen war, von Davos über Dortmund bis Halle an der Saale, wurde auf der Gottorfer Museumsinsel gebohrt, gehämmert, neu gedacht. Man stelle sich vor, wie ein Kollwitz-Kopf die frische Luft der Graubündner Alpen atmet, wie eine dort entstandene Kirchner-Landschaft zwischen Ruhrgebiet und Saale neue Blicke auf sich zieht. Kunst auf Tour, als wäre sie ein Rockstar. Nun ist die bedeutende Sammlung zurückgekehrt in farblich neu gestaltete Säle, auf rund 1800 Quadratmetern, mit dem Selbstbewusstsein einer Sammlung, die weiß, was sie bewegen kann.
PI Gottorf (01.07.2026) Abbildung: Christian Rohlfs, Haus in Soest, 1916, Stiftung Rolf und Bettina Horn
© Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf