Am 22. April soll es im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum bei Bredstedt starten: das erste deutsch-dänische Erinnerungsparlament. Es ist Teil des Projektes „PerspektivRegion“ und soll Dänen und Deutsche zwei Tage in der Grenzregion zusammenführen. Ziel ist die Suche nach einer verbindenden Identität. Im Gespräch sollen im ersten Schritt Urteile und Vorurteile über die jeweils auf der anderen Seite der Grenze Lebenden erkannt, besprochen und abgebaut werden. Die Ergebnisse sollen dann Themen einer öffentlichen parlamentarischen Debatte am 4. Mai 2022 von 14 bis 18 Uhr im Kulturforum in Kiel sein. Im zweiten Schritt sollen bis zum kommenden Jahr Ideen gesammelt werden, um Verständnis und Zusammenarbeit im Grenzraum zu entwickeln.

Erinnerung und Zukunft

Partner für dieses von der EU mit 450.000 € geförderten Interregprojektes sind die L∅gumkloster H∅jsskole und die Heinrich-Böll-Stiftung in Kiel. Das“Erinnerungsparlament“ bildet den Auftakt. Es folgt ein „Zukunftsparlament“. Zu jedem der Treffen werden für je eine Woche 40 Bewerber*innen eingeladen. Gemeinsam soll dann diskutiert werden: Was hat uns in der Vergangenheit voneinander getrennt, was verbindet uns in der Zukunft? Initiiert werden soll ein zivilgesellschaftlicher Dialog, der neue Identitäts- und Handlungsräume öffnet. Diese Parlamente werden nicht nur Gespräche und Debatten sein, sondern sollen durch Kunstprojekte verstärkt und vertieft werden.

Frühes Kommen ….

… sichert bekanntlich gute Plätze. Alle Details nun auch auf der Homepage für das Projekt wwww.perspektivregion.eu. Der Mai ist nicht mehr lange hin und Interessenten sollten sich deshalb an Julia Krause und Isabel Liu bei der Heinrich-Böll-Stiftung, Weimarer Straße 6, 24106 Kiel, wenden, Telefon 0431 90 66 13 29, eMail: info@perspektivregion.eu. Da die Teilnehmenden nach dem Start mit Experten weitgehend selbstständig agieren sollen, kann vieles entstehen, alles ist möglich – hoffen die Macher.

-rgsh- (240322*/040422)