In diesem Jahr feiert das Bundesland Schleswig-Holstein am 23. August seinen 80. Geburtstag. Ein Thema für den Geschichtsunterricht im Lande. Material dazu, das sich besonders für die Sekundarstufe I eignet, hat Dr. Thomas Hill für den GSHG-Arbeitskreis „Landesgeschichte in der Schule“ zusammengestellt. Es ist der dritte „Erinnerungstag“ im Rahmen einer Serie, die der Arbeitskreis der GSHG in enger Kooperation mit dem Beauftragten des Landes für die politische Bildung auf den Weg bringt. Das Material ist nun auch hier abrufbar. Die PDF Datei für den Untericht

Wie Schleswig-Holstein ein Land wurde
Am 23. August 1946 gab die britische Besatzungsmacht die Verordnung 46 heraus. Sie stellte schlicht fest, dass die ehemaligen Provinzen Preußens in ihrem jeweiligen Bereich „vorläufig die staatsrechtliche Stellung von Ländern“ haben sollten. Der seit 1867 in Schleswig regierende Oberpräsident war durch einen „Ministerpräsidenten“ zu ersetzen, der seinen Sitz in Kiel haben sollte. Die Verordnung 46 kann als Geburtstag des Bundeslandes Schleswig-Holstein gelten; sicher nur ein vorläufiger, so wie alles kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vorläufig war. Immerhin war schon seit dem 23. Februar ein erster Landtag ernannt, der eine – natürlich „vorläufige“ – Landessatzung erließ. Ein zweiter folgte nach den Kommunalwahlen im September und Oktober und es kam – nachdem das Ende Preußens besiegelt war – am 20. April 1947 schließlich zu den ersten Landtagswahlen. Nun war Schleswig-Holstein wirklich ein Land, allerdings eines mit Problemen, die heute kaum noch vorstellbar sind.
Bild: Landesarchiv Schleswig-Holstein Abt. 2003,2, Nr. 01257