Jetzt konnte das neue Danevirke Museum des Kopenhagener Architektenbüros Lundgaard & Tranberg Dichtfest feiern. Bis zum Frühjahr 2027 entsteht in Dannewerk bei Schleswig ein neue Besucherzentrum für das UNESCO-Welterbe Haithabu und Danewerk. Insgesamt 16 Millionen Eurowollen die dänische Minderheitenorganisation SSF mit maßgeblicher Unterstützung der Stiftungen A. P. Møller Foundation (12 Mio €) und Augustinus Foundation (2,4 Mio €) in ein neues Gebäude und eine neue Ausstellung investieren. Sie soll bis zu 60.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr über die Besonderheiten der historische Grenz- und Verteidigungsanlage Danewerk (dän. Danevirke) informieren.

Die SSF-Vorsitzende Gitte Hougaard-Werner versprach, dass im neuen Museum eine spannende Geschichte lebendig werden wird: „Ob es nun um die Wikingerzeit geht oder den Krieg von 1864, die Geschichte unserer Region fasziniert Einheimische ebenso wie Gäste. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen, bei denen es um Ressourcen, Macht, Religion, Nation und historische Gebietsansprüche ging. Heute haben wir die Gegensätze überwunden und kümmern uns gemeinsam um dieses Kulturerbe. Das Erleben und Verstehen dieser Geschichte ist wichtiger denn je in einer Zeit, in der aus eben diesen Gründen wieder in Europa und weltweit Kriege geführt werden.“

Lichtdurchflutet wie der Rohbau soll das neue Danevirke Museum jährlich 60.000 Besucher anziehen

Hintergrund

Das Danewerk ist ein rund 30 km langes System aus Wällen, Mauern und Gräben zwischen Nord- und Ostsee. Es entstand in der Völkerwanderungszeit und wurde über 1500 Jahre wiederholt ausgebaut. Heute ist es das größte archäologische Denkmal Nordeuropas und gehört gemeinsam mit dem wikingerzeitlichen Handelsplatz Haithabu zum UNESCO-Welterbe.

Das Danevirke Museum wird seit 1990 von der kulturellen Hauptorganisation der dänischen Minderheit, dem Sydslesvigsk Forening betrieben. Es vermittelt die Geschichte der historischen Grenz- und Verteidigungsanlage, die über mehr als 1.500 Jahre mehrfach erweitert und umgebaut wurde und heute das größte archäologische Denkmal Nordeuropas ist. Seit 2018 gehört das Danewerk gemeinsam mit der wikingerzeitlichen Handelssiedlung Haithabu zum UNESCO-Welterbe. Das neue Gebäude hat eine Gesamtgröße von rund 1.750 Quadratmetern. Davon entfallen 825 auf eine Ausstellung zur 1500-jährigen Geschichte des Danewerks und das UNESCO-Welterbe.Das Konzept sieht vor, einen klaren Schwerpunkt auf die frühe Geschichte in der. Völkerwanderungzeit, der Wikingerzeit und dem Hochmittelalter (5. bis 13. Jahrhundert) zu legen. Aber auch die besondere Rolle des Danewerks im nationalen Konflikt des 19. Jahrhunderts im 2. Schleswigischen Krieg von 1864 und im Zweiten Weltkriegs sind Thema. In dem Gebäude finden zudem ein Café, ein Shop und besondere Räume für die museumspädagogische Betreuung von Kindern und Jugendlichen Platz. Eine Besonderheit wird im neuen Haus ein „Dritter Ort“. Auch außerhalb der Öffnungszeitenzeiten stehen ein Versammlungsraum von rund 70 Quadratmetern Größe und mit moderner Ausstattung, einer Küche, Garderobe und Toiletten für die regionale Zivilgesellschaft und die Akteure des Welterbes zur Verfügung.

Quelle: PI Danevirke Museum

Fotos: Werner Junge – Titel: Museumsleiter Lars Erik Bethge stellt die Pläne vor