Prof.Dr. Detlev Kraack – Herausgeber /
Besprechungsteil – Dr. Jens Ahlers

Nun liegt Band 151 der „Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte“ (ZSHG) vor. Seit 1870 fasst die ZSHG (fast) jedes Jahr Stand und Neues aus der landesgeschichtlichen Forschung für Schleswig und Holstein zusammen. Die ZSHG ist die am häufigsten zitierte Quelle der Landesgeschichte.
Heinrich Rantzaus 500. Geburtstag in diesem Jahr ist auch eines der Themen im 151. Band der „Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte“ (ZSHG). Herausgeber Detlev Kraack hinterfragte Rantzaus Biografie als Diplomat und Politiker, Bauherr, gelehrter Humanist sowie Wohltäter. Der 151. Band der ZSHG bietet zudem einen Aufsatz zu Herzog Adolf von Gottorf, der ebenfalls in diesem Jahr 500 Jahre alt geworden wäre. Darüber hinaus untersucht Tim Eggers die karolingerzeitliche „Pigmenta Ansgarii“, Stefan Magnussen berichtet über die Herzogin Richardis von Schleswig (um 1320-1386) und Oliver Auge über die „Chroniken der Grafen zu Holstein-Schaumburg“. Eckhard Heesch stellt Dr. med. Willi Ohle (1881-1961) vor und betrachtet seine Stellung zwischen Widerstand und Kollaboration. Rainer Hering schreibt über den Textilhistoriker Karl Schlabow (1891-1984) und den Teppich von Bayeux. Thomas Steensen untersucht, ob und wie die Friesen im Rahmen der Kieler Erklärung 1949 und der Bonn-Kopenhagener-Erklärungen 1955 Berücksichtigung fanden. Der Umgang mit problematischen Denkmälern beschäftigt Thomas Hill am Beispiel von Flensburg. Burkhard von Hennings analysiert das Wappen der Familie Mestorp und Peter Wulf einen Hufenpachtvertrag von 1874. Der umfangreiche, von Jens Ahlers zusammengestellte und redigierte Besprechungsteil rundet die ZSHG wieder ab.
Die Angaben zum Buch: Detlev Kraack (Hrsg.), Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte – Band 151, 432 Seiten, 2026 Matthiesen Verlag, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, ISBN ISBN 978-3-7868-5611-5. Im Buchhandel kostet die ZSHG 39 € . Für Mitglieder der GSHG ist die ZSHG kostenfrei.