Am 24. Juni 1845 brach die Korvette „Galathea“ von Kopenhagen zur ersten dänischen Weltumseglung auf. Auf Geheiß von König Christian VIII. (*1786/1839-1848†) an die königliche Akademie sollte das 43-Meter-Schiff eine Expedition zu der zu Dänemark gehörenden Inselgruppe der Nikobaren im indischen Ozean unternehmen. Unter dem Kommando von Kapitän Stehen Andersen Bille (*1797-1883†) brachen 231 Seeleute und Wissenschaftler zu der zweijährigen Fahrt auf. Unter ihnen auch der Zoologe Wilhelm Behn (*1808-1878†) von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er sollte mit der Galathea Besonderes erleben.

Eine gewaltige Expedition
Die 1831in Kopenhagen gebaute „Galathea“ trug 36 Kanonen und hatte Proviant für ein Jahr an Bord. Um herauszufinden, was man auf den Nikobaren anbauen und daraus machen konnte, hatte die Expedition ein Budget von einer halben Millionen Reichstalern, was etwa drei Prozent der jährlichen Staatseinnahmen des Gesamtstaates ausmachte. Zusammen mit einem in Kalkutta erworbenen zusätzlichen Dampfschiff ging es zu den Nikobaren. Dort konnten in zwei Monaten wichtige Daten gesammelt werden. Die Expedition brachte neue Erkenntnisse zu Flora und Fauna sowie der Geologie der Inseln. Auf dem Rückweg stieg Wilhelm Behm am 23. Februar 1847 in Cobija in Chile aus. Ert machte sich auf eine private Forschungsreise und traf im Dezember 1847 in Rio de Janeiro ein. Mai 1848 traf Behn wieder in Kiel ein. Und dort traf er auch die „Galathea“. Doch das August 1847 heimgekehrte chiff hatte nun eine neue Funktion. Die „Galethea“ lag nun als Blokadeschiff vor der Kieler Förde, um die aufständischen Schleswigholsteiner in Schach zu halten.
-ju- (0626)
Quellen: Saaltext: 1773- Ausstellung Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv, 2023-2024; Wikipedia: Galathea (Schiff 1831)
Bilder: navalhistory.dk: Zeichnung Galathea C. Dahl, 1848; Porträt Behn: aus Die Heimat, Band 25 (1915) Heft 11